Eines Tages beschloss ich, zu Hause mit meiner Familie einige der „Sprachen der Mutterliebe“ zu üben. Als ich nach Hause kam, hörte ich ein Geräusch, das darauf hindeutete, dass meine ältere Schwester da war. Ich ging zuerst zu ihr und fragte: „Kann ich dir irgendwie helfen?“
Dann, völlig unerwartet, vertraute mir meine Schwester ihre Sorgen an. Da es nicht üblich war, dass sie über ihre wahren Gefühle sprach, hörte ich ihr einfach ruhig und aufrichtig zu.
Die Sorge meiner Schwester war folgende: Sie hatte zwar ihre Fehler im Job eingestanden, aber es gab Umstände, die ihr dies unmöglich machten, und die Rüge, die sie dafür erhielt, verletzte sie sehr. Sie sagte, sie sei den ganzen Tag deprimiert gewesen.
Nachdem ich diese Geschichte gehört hatte, sagte ich: „Aber du hast dich entschuldigt und alles stillschweigend hingenommen, richtig? Das hast du gut gemacht. Du hast alles getan, was du konntest, deinen Groll verborgen und es ertragen, also hast du es gut gemacht.“
Meine Schwester sagte, diese Worte seien ihr ein großer Trost und eine große Quelle der Kraft gewesen.
Kleine Gesten wie das Ansprechen des Gegenübers mit einer Frage, das Zuhören bis zum Schluss und das Aussprechen aufrichtiger Anerkennung und Ermutigung haben die Distanz zwischen unseren Herzen erheblich verringert.
Die Sprache mütterlicher Liebe hat uns als Familie gestärkt.